Volkswagen Magazin

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Alles auf eine Karte!

Individuelle E-Mobilität ist weiterhin rasant auf dem Vormarsch. Volkswagen trägt mit dem stetig wachsenden E-Modellportfolio maßgeblich dazu bei. Und künftig wird auch das Laden noch einfacher: mit der neuen „Think Blue. Card“. 

Text Gregor Josel
Illustrationen Volkswagen/iStockPhoto

Gehörten E-Fahrzeuge und Hybridmodelle vor nicht allzu langer Zeit noch zu den echten Exoten am Automarkt, so hat sich das Blatt in den vergangenen paar Jahren gewendet. Die lautlosen E-Autos und die sparsamen und praktischen Hybridmodelle gehören heute im urbanen Umfeld bereits zum gewohnten Straßenbild. Wesentlichen Anteil am Durchbruch dieser neuen, spannenden und vor allem umweltschonenden Technologien hat – wieder einmal – Volkswagen.  So bietet Volkswagen mittlerweile ein umfassendes Modellportfolio, vom ultrakompakten e-up! über den e-Golf bis zum Plug-in-Hybriden Golf GTE und bald auch dem Passat GTE an. Für jedes Bedürfnis ist damit das passende Fahrzeug verfügbar. Vom reinen Stromer für den täglichen Weg zur Arbeit bis hin zum flexiblen Plug-in-Hybrid, der in der Stadt elektrisch fahren kann, aber in Sachen Reichweite mit seinem Doppelherz aus E- und Verbrennungsmotor überhaupt keine Kompromisse eingehen muss. So vielseitig das Modellangebot, so vielseitig auch das Angebot an Lademöglichkeiten und verschiedenen Infrastrukturanbietern. Doch auch damit macht Volkswagen nun Schluss.  Denn seit April 2015 gibt es für VW Kunden die neue und innovative Think Blue. Card, mit der das Laden des Fahrzeugs so komfortabel wie noch nie ist. Mit der Think Blue. Card setzt man in Sachen Ladung nun nur mehr auf eine einzige Ladekarte, wodurch mehrere verschiedene Anbieterkarten überflüssig werden.

Seit April kann man mit der Think Blue. Card den Großteil der Ladestationen in Österreich nutzen, um sein Elektro- oder Plug-in-Hybridfahrzeug aufzuladen. Durch die anbieterübergreifende Ladeinfrastruktur wird nicht nur die Nutzbarkeit des Fahrzeugs erhöht, man ist dadurch auch flexibler als bisher.
Ganz egal, an welchen Ladestationen man das Fahrzeug auflädt und von welchem Energieversorger diese betrieben werden, abgerechnet wird nur noch einmal. Und zwar vollkommen transparent und kundenfreundlich im Zuge der Abrechnung des jeweiligen Energieanbieters.  

Volkswagen kooperiert dafür österreichweit mit insgesamt elf Energieanbietern und bietet seinen Kunden dadurch das erste tatsächlich flächendeckende Netz an Stromtankstellen im gesamten Bundesgebiet. Rund 1.400 Ladepunkte macht Volkswagen seinen E-Mobility-Kunden mit der Think Blue. Card zugänglich und liefert damit eine gewohnt perfekte Dienstleistung für nachhaltige, umweltfreundliche Mobilität. Noch dazu lädt man während des ersten Jahres mit der neuen Think Blue. Card völlig kostenfrei. Die neue Think Blue. Card kann ganz in Ihrer Nähe bei einem der insgesamt 64 österreichischen Volkswagen Elektromobilitätspartner.  

Fragen zur
Think Blue. Card 

Für welche Modelle kann eine Think Blue. Card beantragt werden?
Für alle Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge der Marke Volkswagen.
Diese sind: e-up!, e-Golf, Golf GTE und zukünftig auch Passat GTE. 

 

Ein Jahr gratis Stromladen:
Wer kann dieses Angebot nutzen?

Jeder Kunde – bei Kauf eines Neu- od.
Vorführwagens mit Kaufvertragsdatum bis 31.12.2015. Ab dem Versanddatum der Think Blue. Card ist das Stromladen 365 Tage gratis. 

Energiequelle: Die Batterie im Golf GTE 

Das Hybridfahrzeug zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass ihm zwei Antriebsarten zur Verfügung stehen. Neben dem klassischen Verbrennungsmotor sorgt der Elektromotor für eine emissionsfreie Fahrt. Die Energie für den Elektromotor kommt aus einer 120 Kilogramm schweren Batterie, die den sehr hohen Ansprüchen wie Crashsicherheit oder Hitze und Kälte in einem Fahrzeug gerecht werden muss. Im Golf GTE ist eine Lithium-Ionen-Hochvoltbatterie eingesetzt. Für das konventionelle Bordnetz verfügt der Golf GTE über eine herkömmliche 12-Volt-Starter-batterie. 

Energieschub: 

Damit die Batterie dem Antrieb Energie zur Verfügung stellen kann, muss sie vorab geladen werden. Die Hochvoltbatterie im Golf GTE ist an einer haushaltsüblichen 230-Volt-Steckdose mit einer Ladeleistung von 2,3 Kilowatt innerhalb von circa 3,5 Stunden vollständig geladen. Wird eine Wallbox oder eine öffentliche Ladestation mit einer Ladeleistung von 3,6 Kilowatt verwendet, dauert es nur circa 2,5 Stunden. In beiden Fällen lädt die Batterie mit Wechselstrom; der verwendete Stecker ist standardisiert. Mit ihm sollen europaweit künftig alle elektrischen Fahrzeuge ausgestattet werden. 

Im Gespräch mit
Dipl.-Ing. Jürgen Halasz

Leiter Energieeffiziente Lösungen bei der Wien Energie GmbH 

Mit der Think Blue. Card prescht mit Volkswagen nun erstmals auch ein Hersteller von E-Volumensmodellen, wie e-up! und e-Golf, in Sachen Ladekarte vor. Wo sehen Sie die größten Vorteile des neuen Volkswagen Angebots? 

Die Kunden von Volkswagen können die Think Blue. Card an den vorhandenen Ladestationen von Wien Energie verwenden und brauchen somit kein weiteres Medium, um öffentlich zu laden. Das heißt, VW Kunden müssen sich keine Gedanken darüber machen, wie sie dieses Service nutzen können, denn es ist im Fahrzeug einfach mit an Bord – und im ersten Jahr an den öffentlich zugänglichen E-Tankstellen von Wien Energie und weiteren Kooperationspartnern noch dazu kostenfrei. 

Wien Energie ist ja bereits seit vielen Jahren Vorreiter in der Entwicklung der Lade-infrastruktur.
Wie sehr hat sich individuelle E-Mobility in letzter Zeit verändert? 

Wir sind jetzt an der Schwelle vom Nischen- zum Massenmarkt angekommen; wenn sich die frühen Elektroautofahrer sehr bewusst mit gewissen Einschränkungen abfinden mussten, ist das bei den heutigen Nutzern nicht mehr der Fall. War es früher üblich, sich vorher intensiv zu informieren, wo man sein Fahrzeug im Falle eines Falles aufladen kann, so wird sich die neue Generation von Elektroautofahrern darüber keine großen Gedanken machen müssen. Sie kann ganz selbstverständlich und unkompliziert eine Ladestation anfahren, so wie eine normale Tankstelle auch. 

Wie sieht die Partnerschaft zwischen Volkswagen und Wien Energie bei der Think Blue. Card im Detail aus? 

Wien Energie verfügt mittlerweile über ein sehr dichtes Ladenetz innerhalb der Stadt Wien, und zwar in Garagen oder auf öffentlichen Parkplätzen wie etwa bei der Spar-Gruppe. Konnte dieses bislang nur mittels der Wien Energie Tanke-Karte oder mittels Medien von ausgewählten Roaming-Partnern von Wien Energie genutzt werden, so wird nun den Volkswagen Kunden fast das gesamte Elektrotankstellennetz angeboten; und die Verrechnung der Ladevorgänge übernimmt nach dem Aktionszeitraum von einem Jahr wie gewohnt Wien Energie. 

»E-Mobility ist an der Schwelle vom Nischen- zum Massenmarkt angekommen.« 

Wo sehen Sie derzeit das größte Potenzial in Sachen E-Mobilität? 

Durch die noch bei fast allen Fahrzeugmodellen bestehenden Einschränkungen in der Reichweite stehen derzeit noch klar definierte Nutzergruppen wie etwa Pendler oder Besitzer von Zweitwagen im Fokus, die allerdings trotzdem eine hohe Jahreskilometerleistung erbringen, da sich dadurch die höheren Anschaffungskosten für das Fahrzeug durch die wesentlich niedrigeren Betriebskosten amortisieren.  

Mit dem zügigen Fortschritt in der Akkutechnik – jeden Monat vergrößert sich die Akkukapazität bei gleichzeitig sinkenden spezifischen Kosten um ein Prozent – wird sich die Anwendbarkeit zunehmend erhöhen und somit auch für andere Kundensegmente interessant werden. Auch durch die immer stärker im Markt ankommenden Plug-in-Hybride wird es zu einer weiteren Verbreitung der Elektromobilität kommen. 

Die Ladeinfrastruktur ist im urbanen Bereich ja bereits recht gut. Wie sieht es damit im Umland aus?

Hier gibt es in manchen Regionen natürlich noch einen gewissen Nachholbedarf, aber wenn man sich die Entwicklung ansieht, so gibt es schon jetzt ein Wettrennen diverser Ladestellenbetreiber um die attraktivsten Standorte von Schnellladestationen. Hier wird auch Wien Energie ihren Beitrag leisten, um ihren Kunden dieses Service aus einer Hand anbieten zu können.

Und zum Schluss noch die Frage: Was ist „the next big thing“ in Sachen Ladeinfrastruktur, wohin geht die Reise in naher Zukunft? 

Als Nächstes werden sich die Ladestellenbetreiber zusammenschließen und ihre derzeit vielfach noch exklusiv ihren Kunden zur Verfügung stehende Ladeinfrastruktur auch jenen anderer Betreiber zugänglich machen, wie es beispielsweise zwischen der niederösterreichischen EVN und Wien Energie bereits der Fall ist. Dann wird ein Volkswagen Kunde mit seiner Think Blue. Card durch ganz Österreich fahren können, ohne an Barrieren zu stoßen. Dafür setzt sich Wien Energie sowohl bilateral mit ihren Partnern als auch über bestehende Netzwerke wie etwa dem Bundesverband Elektromobilität Österreich (BEÖ) ein.