Volkswagen Magazin

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sicher. der neue Polo.

In einer Großstadt kann man schon mal den Überblick verlieren. Wie gut, dass der neue Polo die meisten Assistenzsysteme seiner Klasse hat. So geht es – blitzblau, agil, sparsam und sicher – mit unserem Polo „Fresh“ durch die Straßen und Gassen Wiens.

Text Guido Gluschitsch
Fotos Wolf-Dieter Grabner

Manchmal ist das Beste gerade gut genug.

Etwa, wenn die schönste aller Frauen, die seinerzeit in einem Moment der Schwäche vor einem Standesbeamten „Ja“ sagte, einen besonderen Anlass feiert. Handgeschöpfte Schokolade zum Beispiel ringt der Schönsten ein ebensolches Lächeln ab. Kein Wunder also, dass der erste Weg mit dem neuen Polo geradewegs zu einer solchen Werkstatt der Genüsse führt, wo jede Praline so wertvoll ist wie im Supermarkt eine ganze Schokoladentafel. Schmelzen wird die süße Köstlichkeit am Weg nach Hause schon nicht – dafür nehmen wir den Namen der Ausstattung als Garant. Frischeversprechen im Polo „Fresh“ quasi.

 

Oder bezieht sich der Name eher darauf, dass man auch nach der Parkplatzsuche in der Wiener Innenstadt frisch aus dem Polo steigt? Mit seiner Länge von weniger als vier Metern findet man nämlich auch dort, wo andere wie ein Satellit ihre Runden drehen, rasch eine Parklücke. Und selbst wenn man den Abstandswarner meist gar nicht braucht, ist es doch gut, ihn an Bord zu haben. Damit wird auch für ungeübte Längsparker das Manöver zum Kinderspiel.

Knuffiger Kompakter.

Was hierbei sicher auch in die Hand spielt, ist die neue elektromechanische Lenkung des Polo und der Wendekreis von gerade einmal etwas mehr als zehn Metern.

 

Jetzt liegt der Schluss nahe, dass der knuffige Cityflitzer zwar außen kompakt ist, dafür aber innen keinen Platz hat. Doch weit gefehlt. Mit bis zu 952 Liter Gepäck nimmt es der Polo auf. Gut, das wissen wir nicht, weil wir beim Schokoladen-Juwelier das Lager aufkaufen – das doch eher bescheidene Sackerl, an dem sich die schönste aller Frauen über eine Woche in konzentrierter Zurückhaltung delektieren wird, passt in das Türfach. Der Ladekapazitätstest folgt auf einen telefonischen Hilferuf. Ein befreundeter Weltenbummler und Rucksackspezialist kommt von einer Reise aus der Wüste zurück und braucht ein Taxi vom Flughafen nach Hause. Diesen Dienst quittiert er mit dem Versprechen, uns die Einladung zum Dia-Abend zu ersparen. Jetzt kann man darüber spekulieren, was man für einen Wüstentrip alles braucht, oder was man von einem solchen wieder mit nach Hause bringt – Fakt ist aber, dass ihm, neben seinen Taschen stehend, die Resignation ins Gesicht geschrieben stand, als er den blitzblauen Kleinen sah.

1 Sie müssen plötzlich abbremsen. (Front Assist)

Achtung, Gefahr! Der Wagen vor Ihnen bremst abrupt ab, weil der Fahrer auf Lieferwagen oder Passanten reagieren muss. Hier setzt der „Front Assist“ ein, das Umfeldbeobachtungssystem von Volks­wagen. Es überwacht die Entfernung zu vorausfahrenden Fahrzeugen, erkennt zu geringe Abstände und warnt vor möglichen Kollisionen.
Reagieren Sie nicht, wird eine auto­matische Teilbremsung ausgelöst. Bremsen Sie zu schwach, wird der Bremsdruck verstärkt. „Front Assist“ hilft so, Auffahrunfälle zu vermeiden. Bei niedrigem Tempo (unter 30 km/h) hilft die integrierte City-Notbremsfunktion, speziell im Stadtverkehr effektiv auf Überraschungen zu reagieren: Ein eingebauter Sensor kann kritische Abstandssituationen erkennen und bremst automatisch ab.

Selbst vor dem Burgtheater macht der Polo eine gute Figur.

Per Knopfdruck klappen sich die Seitenspiegel ein. Gerade beim Parken in engen Gassen ist das sehr praktisch.

2 Sie parken ein. (Parkdistanz­kontrolle / Rückfahrkamera „Rear View“)

Je enger die Gasse, umso schweißtreibender das Einparken. Doch auch geräumigere Parklücken können zur Herausforderung werden – vor allem, wenn rundherum der Verkehr tobt und Zuschauer Sie stressen. Nur gut, dass es die Parkdistanzkontrolle gibt, denn mit ihr wird Einparken einfacher und sicherer. Akustische Hinweise informieren über den verbleibenden Abstand nach vorn und hinten. Je nach Entfernung zum Hindernis erhöht sich die Frequenz der Signal­töne, bei weniger als 30 Zentimetern ertönt ein Dauerton. Zudem sehen Sie das Objekt und den Abstand dazu als Grafik im Display.
Die Rückfahrkamera „Rear View“ zeigt auf dem Kamerabild Fahrspuren an, die je nach Distanz farblich markiert sind. So fahren Sie sicher an jedes Hindernis heran – ganz gleich, ob es ein Stoßfänger oder ein Bordstein ist.

Knackig, fesch und sparsam.

„Der neue Polo also“, sagte er dann anerkennend, warf die Heckklappe ins Schloss und schaute auf die Designneuerungen am Heck. Vorne wie hinten hat Volkswagen den Polo nun noch knackiger gezeichnet. Die anthrazitfarbenen Leichtmetallräder namens „Portago“ machen ihn optisch noch schärfer, die Sportsitze, die bei der Ausstattung „Fresh“ dabei sind, verstärken das schon fast Kart-ähnliche Fahrgefühl. Mit dem Dreizylinder-Benziner, der unseren Testwagen antreibt, klingt er auch noch frech. Der 75 PS starke 1.4 TDI des Polo BlueMotion ist mit einem Verbrauch von 3,1 Litern auf 100 Kilometern der sparsamste Fünfsitzer weltweit, den Volkswagen anbietet. Vier Benzin- und drei Diesel-Motoren mit einem Leistungsspektrum von 60 bis 110 PS stehen aktuell zur Auswahl. Alle erfüllen die EU-6-Abgasnorm, sind äußerst sparsam, und bis auf den Einstiegsbenziner 1.0 MPI mit 60 PS verfügen alle Motoren serienmäßig über die sparsame BlueMotion-Technologie mit Start-Stopp-Funktion und Bremsenergie-Rückgewinnung.

3 Sie fahren bei dichtem Verkehr auf der Schnellstraße. (Automatische Distanzregelung ACC)

Gerade beim Feierabendverkehr auf Ausfallstraßen oder Autobahnen ist es wichtig, den richtigen Abstand zu halten und permanent zu justieren. Die Automatische Distanzregelung ACC nimmt Ihnen diese Arbeit ab. ACC erkennt mithilfe des Radar­sensors die Distanz zum vorausfahrenden Auto, passt Ihre Geschwindigkeit an und hält den vom Fahrer vorgegebe­nen Abstand. Die eingestellte Tempobegrenzung wird nicht überschritten.

Wird das Fahrzeug vor Ihnen langsamer, passt das System Abstand und Geschwindigkeit an, ohne dass Sie eingreifen müssen – bei Doppelkupplungsgetrieben sogar bis zum Stillstand. Natürlich behalten Sie jederzeit die Hoheit – bei Bedarf können Sie ACC durch Abschalten, Bremsen oder Gasgeben umgehend überstimmen.

In der Stadt ist die Aufmerksamkeit des Fahrers besonders gefragt – die Assistenzsysteme des Polo helfen dabei.

Magische Helfer.

Jetzt dürfte der Herr Weltenbummler die letzten Tage nur auf Kamelen geritten sein, weil er extrem unrund wird, als das ACC, die automatische Distanzregelung, auf der Autobahn die meiste Arbeit des Fahrens übernimmt. Er war nie ein guter Beifahrer, ihn ans Steuer zu lassen war aber auch keine Option. Er ist eine Seele von einem Menschen, aber in Sachen Mobilität so unbedarft wie ein Haushuhn beim Fliegen. Doch mit dem Polo würde selbst er sicher ans Ziel kommen. Denn der Polo ist der Kleinwagen mit den Assistenzsystemen, die man sonst nur aus deutlich größeren Autos kennt. Das Navigationssystem, ein Teil des neuen Infotainmentsystems mit Touchscreen sagt ihm den Weg an.Von der serienmäßigen Multikollisionsbremse, der City-Notbremsfunktion bis hin zur Rückfahrkamera reicht das Programm an Komfort- und Sicherheitssystemen. Das hilft im leidigen Stop-and-Go-Verkehr, kritische Situationen souverän zu meistern.

952 Liter passen in den Polo – oder einfacher: das Gepäck eines Weltenbummlers.

4 Sie kurven auf rutschigem Pflaster. (Elektronische Stabilisierungs­kontrolle ESC)

Rutschig kann es schnell mal werden – sei es bei Regen, auf Kopfsteinpflaster oder während der Fahrt vorbei an Baustellen oder frisch gewässerten Parks. Die Elektronische Stabilisierungskontrolle (ESC) wappnet Sie dafür, indem sie solche kritischen Fahrsituationen erkennen kann und einem Ausbrechen des Fahrzeuges vorbeugt.

Die notwendigen Informationen erhält ESC durch Lenkwinkel- und Raddrehzahlsensoren, mit deren Hilfe das System Soll-Lenkrichtung und Soll-Fahrverhalten Ihres Volkswagen berechnet. Diese werden mit dem Ist-Zustand verglichen, gespeist aus Daten zu Gierrate und Querbeschleunigung. Weichen Ist und Soll zu stark voneinander ab, greift ESC ein – etwa bei plötzlicher Instabilität in einer Kurve, unvorhersehbarem Straßenbelag oder plötzlich erforderlichen Ausweichmanövern. ESC steuert die Korrektur durch effektive Eingriffe in das Brems­system und das Motormanagement.

Wer im Polo den Kalvarienberg bezwingt, wird mit einem Lächeln die Aussicht über Wien genießen.
Der Polo fühlt sich gut an, beim Landeanflug in Wien Schwechat.

Je zäher der Verkehr, je kniffliger oder ermüdender die Fahrsituation ist, des-to wichtiger ist es, in einem sicheren und komfortablen Auto zu sitzen. Eine Aufgabe, die der Polo mit Leichtigkeit meistert. Er macht Spaß im Kurvengewühl, nimmt selbst enge Kurven in der Stadt, stellt zum Spritsparen den Motor am Stand ab und das Fahrwerk zeigt auch am schönen, aber dämpferfordernden Kopfsteinpflaster keine Schwächen. Rund um den Stephansplatz oder am Michaelerplatz, wo man in anderen Kleinwagen um den Verlust der Plomben fürchten muss, ist der Polo sehr souverän. Trotz seines knackigen Fahrwerks, das auf geschwungenen Bergstraßen so viel Spaß macht, schluckt er die kurzen Stöße. Es ist nicht der einzige Spagat, den Volkswagen mit dem Polo lächelnd hinlegt. Er ist sportlich und komfortabel, sicher und sparsam. Draußen kompakt und innen so groß. Und so erwachsen wie der neue Polo wurde –, nach mehreren Testkilometern weiß man nicht mehr, was denn süßer ist – der Polo oder die Pralinen im Türfach.

Der Polo in Zahlen

Motorisierung:

44 kW (60 PS) – 81 kW (110 PS)

Getriebe:

5-Gang-, 6-Gang-Schaltgetriebe, 7-Gang-DSG

Verbrauch in l/100 km (kombiniert):

3,1 – 5,0

CO₂-Emission in g/km:

82 – 114

Abmessung*:

3.972  x 1.901  x 1.453 mm

Kofferraum:

280 l; 952 l bei umgeklappten Rücksitzen

 

Auswahl der serienmäßigen Highlights:

Berganfahrassistent; Multifunktionsanzeige; Multikollisionsbremse (kann den Fahrer beim Unfall unterstützen, die Schleudergefahr sowie die Gefahr weiterer Kollisionen durch automatisch eingeleitetes Bremsen zu reduzieren); Müdigkeitserkennung (sobald beim Fahrer ein Abweichen vom normalen Lenkverhalten registriert wird, empfiehlt das System – im Rahmen seiner Grenzen – über optische und akustische Signale eine Pause)

Sondermodell „Fresh“:

Leichtmetallräder „Portago“; Außenspiegelgehäuse und Kühlergrill schwarz lackiert; Sportsitze vorn

 

Preis:

ab EUR 13.390,– s

 

*Abweichende Werte bei Polo TDI BlueMotion.

Vor der Hofburg erkennt man: Der Polo hätte auch das Zeug zur Staatskarosse.