Volkswagen Magazin

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Der X-Factor
des Sounds. 

Iskandar Widjaja, 28, zählt zu den gefragtesten jungen Violinisten weltweit. Hier erklärt er, was göttlicher Klang für ihn bedeutet. Und warum das Dynaudio Confidence Soundsystem im neuen Passat der Vollkommenheit erstaunlich nahekommt.

Text Iskandar Widjaja
Protokoll Marijke Engel
Fotos Georg Roske 

Wie klingt die Stille? Schwer zu sagen. In meinem Kopf ist eigentlich immer Musik – unabhängig davon, ob ich tatsächlich Musik höre oder mache. Wenn man täglich sechs bis sieben Stunden Geige übt, dann schaltet das Gehirn danach nicht einfach ab. Im Geiste gehe ich dann häufig Stücke durch, die ich gerade einstudiere, besonders schwierige Stellen, wieder und wieder. So geht das Üben unterbewusst weiter, obwohl ich den Bogen gerade gar nicht in der Hand habe.
Es geht dabei um die Idealvorstellung des Klangs im Kopf. Es gibt kein Limit für die Schönheit des Klangs. Alles, was wir Menschen erschaffen haben, ist der Versuch, an die Vollkommenheit heranzukommen. Das ist es doch, was den Menschen ausmacht: dass man nach Höherem strebt. Es geht darum, das Göttliche im Klang zu erreichen.

» Nur wenn der Klang gut ist, hat die Musik die Chance, mich körperlich zu erfassen. « 

Das richtige Instrument hilft mir, dorthin zu gelangen. Ich spiele eine wunderbare Geige von 1793, von Franciscus Geissenhof aus Wien. Für besonders wichtige Auftritte, etwa mein Debüt unter Zubin Mehta in der Tonhalle in Zürich, leihe ich mir eine Stradivari von 1734 aus – momentaner Marktwert neun Millionen Dollar. Das ist dann wirklich die Extraklasse. Kein Geigenbauer ist jemals an das Ideal von Stradivari herangekommen. Das ist bis heute unerreicht. Wenn man auf diesem Instrument einen Ton spielt, geht sofort die Sonne auf. Das ist wie Butter und Honig. Ein unglaublich feiner, seidiger Klang, der eine wahnsinnige Strahlkraft hat und quasi durch das Orchester hindurchsticht und bis in die letzte Reihe trägt, auch wenn du ganz, ganz leise spielst. Warum das so ist, kann bis heute keiner erklären. Das hat auch etwas Mystisches, warum der Standard der alten Meister bis heute unerreicht ist. Das Holz ist ansprechbarer, die Töne sind nuancierter. Ich vermute, das hat mit dem Lack zu tun. Stradivari hat das Rezept für seinen Lack mit ins Grab genommen.

Nur, wenn der Klang gut ist, hat die Musik die Chance, mich körperlich zu erfassen, durch mich hindurchzufließen. Als ich noch klein war, habe ich oft unter dem Konzertflügel meiner Mutter gelegen, wenn sie Chopin-Sonaten geübt hat. Sie ist ausgebildete Pianistin und arbeitet bis heute als Klavierlehrerin. Ich war umhüllt vom Klang – wie wunderschön! Das Dynaudio Confidence Soundsystem im neuen Passat schafft tatsächlich einen ähnlichen Effekt. Wenn ich darauf Stücke aus meiner neuen CD „Tango Fuego“ höre, sitze ich akustisch gesehen in meiner Geige. Ich höre bei den Violinsonaten von Bach nicht nur, wie der Bogen über die Seiten streicht – ich höre sogar meinen Atem. Die Höhen sind fein und seidig. Das ist wirklich sehr, sehr gut!
Ich stelle mir vor, wie ich in diesem Passat durch eine schöne Landschaft fahre – besser gesagt, gefahren werde – und Musik höre. Ein fahrender Konzertsaal mit Blick in die Natur, besser geht es kaum. Zum einen liebe ich die Natur, sie ist der allerbeste Ort, um Musik zu genießen. Zum anderen bin ich viel unterwegs.
Auf Reisen tue ich eigentlich nichts anderes, als nur Musik zu hören. Das ist die einzige Zeit, in der niemand etwas von mir will und ich mich ganz dem Klang hingeben kann. Wenn ich unterwegs bin, habe ich meistens Kopfhörer auf den Ohren, aber viel schöner ist es ja, den Klang im Raum zu hören, die Musik mit anderen zu teilen.

Ein Team auf höchstem Niveau: Violinist Widjaja und der neue Passat beim Shooting in Berlin.
Beim Dynaudio Confidence Soundsystem kann man zwischen vier Sound Settings wählen, je nachdem, welche Musik man bevorzugt.

Es gibt eine sehr schöne Erinnerung aus meiner Kindheit, die ich mit dem Musikhören im Auto verbinde: Ich habe mit der sogenannten Suzuki-Methode Geige spielen gelernt, dabei geht es um intuitives Lernen, das unter anderem dadurch funktioniert, dass man bestimmte Melodien wieder und wieder hört. Wir hatten eine Musikkassette mit Anleitungen des Lehrers Suzuki Shin’ichi, die hat meine Mutter auf den Fahrten zur Musikschule hier in Berlin immer in den Rekorder in unserem Auto geschoben und mir ihre Hand nach hinten gereicht, während wir lauschten. Mit diesen Fahrten verknüpfe ich ein wunderbares Gefühl der Geborgenheit.
Ich gebe häufig Konzerte in Indonesien, dem Geburtsland meiner Eltern. Wenn ich dort unterwegs bin, sitzen wir mit der ganzen Entourage oft stundenlang im Auto. Wir gehen so richtig mit, singen laut und haben Spaß. Wenn mich jemand fragt, wo ich zu Hause bin, pflege ich zu antworten: ‚Meine Heimat ist Bach.‘ Aber auf meiner Playlist stehen neben Bach auch Beyoncé, Take That oder die Disney-Songs. Das sind wunderschöne kraftvolle Melodien; auch Soundtracks von Filmen sind oft ganz groß.

Zur Person.

Iskandar Widjaja kam am 6. Juni 1986 in Berlin zur Welt. Bereits im Alter von vier Jahren begann er mit dem Violinspiel. Mit elf wurde er Jungstudent an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin, 1993 wechselte er an das Julius-Stern-Institut der Universität der Künste Berlin. Konzertreisen führten ihn auf alle fünf Kontinente, als Solist spielte er u. a. mit dem Sydney Symphony Orchestra, dem Dubrovnik Symphony Orchestra, dem Sinfonieorchester Berlin und den Münchner Philharmonikern, zu seinen Dirigenten zählten Zubin Mehta und Christoph Eschenbach. 2011 erschien Widjajas Debüt-CD „Bach n’ Blues“ (OehmsClassics). Auf seinem aktuellen Album „Tango Fuego“ mit dem Trio CAYAO interpretiert er argentinische und finnische Tangos.

Wenn ich Musik höre, löst das bei mir eine Art Flow-Effect aus, alltägliche Dinge gehen mir dann leichter von der Hand. Meine eigenen Aufnahmen höre ich natürlich auch, aber die kann ich nur genießen, wenn der Klang perfekt ist. Im Passat funktioniert das, wie gesagt, erstaunlich gut – gerade, wenn man bedenkt, wie schwierig es ist, im begrenzten Raum eines Autos eine Klangatmosphäre herzustellen, die höchsten Ansprüchen auch nur annähernd genügt. Das Dynaudio Confidence Soundsystem verfügt über vier automatische Sound Settings. Ich finde, meine Aufnahmen klingen am besten bei „Dynamic“ – obwohl oder gerade weil das Symbol dafür die E-Gitarre ist. Der Sound hat für meine Ohren den X-Factor, er ist satt und brillant – das gilt für Bach übrigens genauso wie für Beyoncé.

» Der Sound hat für meine Ohren den X-Factor, er ist satt und brillant – das gilt für Bach wie für Beyoncé. «

Ich brauche Musik zum Überleben, das ist keine Übertreibung. Sie ist für mich das tägliche Brot. Sie klärt mich und hilft mir, fokussiert zu bleiben, das ist gerade jetzt ein Segen. Denn es passiert sehr viel in meinem Leben. In Indonesien bin ich so etwas wie ein Popstar. Dort habe ich ein ganz anderes Repertoire als hier in Deutschland, wo ich im ernsten klassischen Fach unterwegs bin. Aber das Leichte, Spielerische ist eben auch eine Seite von mir, die ich hier in Deutschland gerne mehr zeigen möchte. Auf dem Weg dahin gilt es, viele Entscheidungen zu treffen. Die Momente, in denen ich das tue, sind die stillsten Momente. Dann schalte ich die Musik aus – auch die in meinem Kopf. 

das hört sich gut an.

Von Ferrit-Magneten bis MSP-Membranen: mit welchen Neuerungen das neue Confidence Soundsystem von Dynaudio für höchste Klangqualität sorgt.

Für den neuen Passat hat Dynaudio das Confidence Soundsystem komplett erneuert. Das System besteht aus zwölf Dynaudio Lautsprechern, die perfekt in den Innenraum integriert sind. Während der Entwicklung wurde die Positionierung jedes Lautsprechers von den Dynaudio Klangspezialisten und den Volkswagen Ingenieuren an die Besonderheiten des Interieurs angepasst.

satter sound für jeden.

Das 3-Wege-System im vorderen Bereich sorgt für eine besonders feine, verzerrungsfreie Hochtonwiedergabe und detailreiche Mitten. Für die Hochtöner wird eine speziell beschichtete 60-mm-Gewebekalotte verwendet, angetrieben von innenbelüfteten Ferrit-Magneten. Sie erlauben eine feine Wiedergabe höchster Töne, die typisch für Dynaudio Lautsprecher sind. Im Fond ergänzt ein zusätzliches 2-Wege-System mit zwei weiteren 60-mm-Gewebekalotten die Lautsprecher-Konfiguration. Die hinteren Lautsprecher fungieren im Surround-Modus als Effektlautsprecher der ersten Sitzreihe.

Mit zwölf Lautsprechern schafft Dynaudio den perfekten Klangraum im Passat.

Einzigartig im Automobilbereich ist die Dynaudio Technologie im Mittel- und Tieftonbereich: Hier werden Membranen aus Magnesium-Silikat-Polymer (MSP)-Material sowie extrem leichte Aluminium-Schwingspulen verwendet, die von innen liegenden Magneten angetrieben werden. Diese aufwendige Konstruktion erlaubt bei geringem Platz- und Gewichtsbedarf Kraft und Präzision, eine dynamikreiche Tiefbass- und eine saubere, unverzerrte Mittenwiedergabe. Insgesamt werden vier 200 mm große Tieftöner und ein zusätzlicher Subwoofer verwendet, die den Passat Innenraum besonders gleichmäßig mit tiefen Frequenzen versorgen.

Im Passat wird ein Center-Lautsprecher verwendet, um das große Innenraumvolumen im vorderen Bereich besonders gleichmäßig mit Klang zu füllen. Die Bühnenabbildung bei guten Musikaufnahmen profitiert hörbar von diesen zusätzlichen Lautsprechern. Die Abstrahlcharakteristik wurde dabei speziell angepasst, um optimal mit den seitlichen Lautsprechern zu harmonieren.

klang im fokus.

Für eine souveräne Kraftentfaltung ist das Dynaudio Soundsystem im Passat als vollaktives digitales Mehrkanalsystem ausgelegt. Dabei wird ein 12-Kanal DSP Verstärker mit 700 Watt eingesetzt. Das Aktivkonzept bedeutet, dass jeder Lautsprecher von einem eigenen Verstärkerkanal angesteuert wird, um eine ideale Kanaltrennung und damit höchste Klangqualität zu erzielen. 

Dank der digitalen Signalverarbeitung enthält das System erstmals vier spezielle Sound Settings, angepasst an verschiedene Sound-Charakteristika: Authentik (dynamisches, kraftvolles und absolut neutrales Klangbild), Dynamic (rockig, bassorientiert, liveartig), Soft (bei verminderter Datenqualität) und Speech (speziell auf die menschliche Stimme abgestimmt).

Mit dem Sound Fokus kann der Hörer den Klang auf seine Sitzposition ausrichten. Dabei wird anders als mit dem Fader nicht die Lautstärke in gewissen Bereichen abgesenkt und in den gewünschten erhöht. Der Fokus steuert vielmehr digital das Signal zur richtigen Stelle, in dem das Signal mit dem optimalen Timing gesendet wird. Soll der Sitzplatz vorne links im Fokus stehen, wird das Signal von vorne rechts etwas früher ausgelöst als das linke. Die Klangbühne wandert auf die linke Hälfte des Fahrzeuges.