Volkswagen Magazin

BESSER LEBEN

vertraute qualitäten.

Mit dem neuen Golf Variant in das Wirtshaus Steirereck am Pogusch.

Text Markus Honsig
Fotos Erich Reismann

Falls es Sie interessiert, was an Tagen wie zum Beispiel dem Weihnachtsabend bei Familie Reitbauer auf den Tisch kommt: „Wurstsalat“, antwortet Heinz Reitbauer sen. Das kann im ersten Moment insofern überraschen, weil die Familie immerhin acht Gault-Millau-Hauben verwaltet, vier im Steierereck, zwei in der Meierei im Stadtpark, zwei im Wirtshaus Steirereck am Pogusch. „Eine alte Familientradition“, ergänzt der Hausherr. Die Großeltern hatten eine Landwirtschaft mit Fleischhauerei und Gasthaus, die Reste der zu Weihnachten gerne bestellten Aufschnittplatten wurden abends entsprechend weiterverwertet. Seither gibt es Wurstsalat bei den Reitbauers.

 

Wir sind, unweit vom Heimatort der Reitbauers, im Wirtshaus Steirereck am Pogusch, das 1996 als eine Art ländlicher Ableger des Steirereck in Wien eröffnet wurde. „Es war die Rückkehr zu unseren Wurzeln“, sagt Margarethe Reitbauer. Das Wirtshaus mit bodenständiger, aber hochwertiger Küche. Der Bauernhof ein paar Schritte den Hang hinunter, mit 300 Schafen, 40 Ziegen, ein paar Schweinen. Auch geschlachtet wird selbst.

 

Denn das Vieh ist das Wichtigste: „Es hängt alles an der Qualität des Tieres. Die macht 70 Prozent der Qualität der Küche aus“, weiß Heinz Reitbauer. Das gilt für das Steirereck in der Stadt ebenso wie für das Steirereck am Land, so unterschiedlich die Speisekarten auch geschrieben sind.

Ungekünstelte Wertigkeit, entspanntes Reisen: Golf Variant.

Die Spitzengastronomen Margarethe und Heinz Reitbauer sen.

aus dem leben.

Mit dem Seniorchef über Haus und Küche zu reden, ist nicht ganz einfach, weil er oft und gerne abschweift. Und schon sitzt man in einem Restaurant in Avignon, trinkt teuersten Champagner und Rotwein, bestellt ein achtgängiges Menü und bemerkt im Laufe des Abends, dass man keine Geldbörse mit hat.

 

Heinz Reitbauer, 71 Jahre alt, hat ein großes Repertoire an Geschichten aus dem Leben eines Spitzengastronomen. Wie jene, als er als junger Wirt, der in Wien dreigängige Menüs für 14 Schilling zubereitete, nach Frankreich reiste, die besten Lokale des Landes besuchte und nach seiner Rückkehr beschloss, anders kochen zu wollen. Das Ergebnis ist weithin bekannt: seit Jahren eines der besten Restaurants Österreichs, das Steirereck im Wiener Stadtpark, das er 2005 an seinen Sohn, Heinz Reitbauer jun., übergab, der zuvor schon am Pogusch groß aufkochte. Eine Art Tauschhandel zwischen Vater und Sohn.

Steirereck am Pogusch

Pogusch 21, A-8625 Turnau
Tel. +43 (3863) 2000
Donnerstag bis Sonntag 10.00 bis 24.00 (Küche von 11.30 bis 22.00)

Der Anspruch des Wirtshauses am Pogusch hat sich über die Jahre nie verändert: regionale Küche auf bestem Niveau, aber zu anständigen Preisen zu bieten. Klingt einfacher als es tatsächlich ist, „die jungen Köche heute sind zwar Künstler mit dem Saucenpinsel, wissen aber nicht mehr, wie man ein ordentliches Gulasch macht“. Oder Rindsuppe, ein Lieblingsthema von Heinz Reitbauer: „Bestellen Sie niemals Rindsuppe in einem Restaurant, in dem kein Rindfleisch auf der Speisekarte steht.“ Im Wirtshaus Steirereck jedenfalls lernen die Köche, wie man Gulasch, Schweinsbraten oder Rindsuppe zubereitet. Alte Schule in moderner Ausführung, die es sich lohnt, für ein paar Tage mehr zu besuchen. „Denn so gut kann man gar nicht essen, dass man nächsten Tag nicht wieder hungrig ist“, weiß der Wirt. Glücklicherweise gibt es auch sehr schöne Zimmer, vier zusätzliche Chalets mit prächtigem Ausblick werden gerade gebaut, die Buchungslage wird trotzdem angespannt bleiben. Rechtzeitig reservieren ist jedenfalls ein guter Ratschlag.

 

Donnerstag ist Schlachttag, da gibt es Lammnierndln, Kalbshirn oder hausgemachte Blutwurst. Darf man nicht versäumen. Samstag ist Tag des steirischen Kalbs mit Kalbskopf, Kalbsgulasch oder Kalbsbraten. Die Kälber kommen von den Bauern der Umgebung, sind nicht älter als 30 bis 35 Tage und wurden täglich mit 12 Litern lauwarmer Kuhmilch und zwei Hühnereiern gefüttert. „So wird das Fleisch noch seidiger“, erklärt Reitbauer. Für Freitag würden wir dann Fisch empfehlen: Der Karpfen, der nachmittags noch im Wasser schwamm, liegt abends perfekt kross gebraten auf dem Teller. Oder das T-Bone-Steak, exakt 32 Tage im eigenen Reife­raum gelagert. Sonntags könnte man zum Beispiel den Klassiker Backhendl wählen, kommt aus dem Sulmtal, wo bekanntlich die besten Hühner des Landes herumlaufen. Montag bis Mittwoch ist dann geschlossen, schade. Zur Überbrückung gibt es Bauernbrot und Speck zum Mitnehmen.

für alle ansprüche.

„Authentisch und vertraut, einfach und raffiniert“, beschreibt Reitbauer den Stil der Küche. Eigenschaften, die auch unser Reiseauto, das wir für die Fahrt zum Pogusch gewählt haben, sehr gut beschreiben würden, ein neuer Golf Variant, mit 105 PS starkem TDI-Motor und Sky-Ausstattung. Ein gute Wahl, wie sich schnell herausstellt: Zeigt auch am Berg und im Schnee tadellose Leistung, verbraucht dank BlueMotion-Technologie kaum Treibstoff und verwöhnt uns mit Sportsitzen, Klimaanlage und großflächigem Schiebedach, um nur ein paar wenige Details aus der umfangreichen Ausstattung zu nennen. Angenehmes, unangestrengtes Reisen in jeder Hinsicht.

Was wir an einem Golf im Allgemeinen nämlich besonders schätzen, ist diese Selbstverständlichkeit des Fahrens, diese ungekünstelte Wertigkeit, die ein Golf in allen Disziplinen des Automobilbaus zu vermitteln weiß, ob es nun das Design, die Technik, die Ausstattung betrifft. Und was wir an einem Golf Variant im Speziellen schätzen, ist der Umstand, dass man nicht lange überlegen muss, was man mitnimmt, dank dem ebenso gro­ßen wie flexiblen Laderaum findet ohnehin alles Platz. Ein Auto für alle und alle Ansprüche.