Volkswagen Magazin

BESSER LEBEN

von A wie ausflug bis Z wie zwettl.

Er ist ein effizienter Langstreckenläufer, der Golf TGI. Mit einer Reichweite von rund 1.360 Kilometern und bei Kraftstoffkosten von etwa 0,035 Euro* pro Kilometer lassen sich Orte, die bis jetzt weiße Flecken auf der persönlichen Landkarte waren, in die Sonne rücken.

Text Guido Gluschitsch
Fotos Florian Stürzenbaum

Dank des flächendeckenden Erdgas-Tankstellennetzes wird das Fahren mit Gas immer beliebter.

Die grünen Halme nicken zustimmend im Wind.

Es war die richtige Entscheidung, einmal etwas Ungewöhnliches zu machen – einen Ort anzufahren, den man vom Hörensagen kennt, aber nie besucht hat. Animiert dazu hat der Golf TGI BlueMotion. Denn er ist kein alltägliches Auto – und dann wieder doch. Er ist umweltfreundlich, sparsam, hat mit rund 1.360 Kilometern eine enorme Reichweite – und ist doch ein ganz normaler Golf, der sich auch ebenso fährt.

 

Den Golf mit dem innovativen Erdgasantrieb zu befeuern, war für Volkswagen der nächste logische Schritt nach der erfolgreichen Einführung der Erdgasfahrzeuge eco up!, Touran TGI BlueMotion und Passat EcoFuel. Im Golf TGI BlueMotion arbeitet ein 110 PS starker Vierzylinder mit einem Drehmoment von 200 Newtonmetern, der sich sowohl mit Benzin, aber auch Erdgas, und am liebsten mit Biogas füttern lässt. Dabei braucht er im Erdgasmodus gerade einmal 3,5 Kilogramm CNG pro 100 Kilometer (bei Schaltgetriebe), was einem Kohlendioxidausstoß von 94 Gramm pro Kilometer entspricht – oder noch transparenter: Kraftstoffkosten von 0,035 Euro* pro Kilometer.

Bei diesen Fahrtkosten lohnt die Reise an einen Ort, der noch ein weißer Fleck auf der persönlichen Landkarte ist. Wie etwa Zwettl. Die viertgrößte Gemeinde Österreichs, mehr als halb so groß wie Wien, genau doppelt so groß wie Graz, aber mit gerade etwas mehr als 11.000 Einwohnern mit den Bundeshauptstädten nicht zu vergleichen. Man kann sich also vorstellen, dass bei einer Reise durch Zwettl weniger Menschen als vielmehr Getreidehalme, Raps, Löwenzahn und Kräuter im Wind nicken. Aus den nach der Verwertung anfallenden Resten dieser Getreide, der sogenannten Biomasse, lässt sich durch Vergärung Biogas herstellen. Und befeuert man den Golf TGI BlueMotion damit, sinkt dessen CO2- Ausstoß um weitere 80 Prozent.

SONNENTOR GmbH

Kräuterhandelsgesellschaft
Sprögnitz 10, 3910 Zwettl, Österreich
Tel: +43 2875/7256

Natur pur. Tankt man den Golf TGI mit Biogas, stößt er kein Kohlendioxid aus, das nicht zuvor von einer Pflanze aus der Luft gebunden worden wäre.

Sanft wellen sich die Hügel bei Zwettl, irgendwo hinter der Stadt. Alles ist grün, bis auf den Himmel, der Wolken hin- und herschiebt, ohne dass diese auch nur einen Tropfen Wasser fallen lassen. Wasser gibt es im Ottensteiner Stausee ohnedies genug. Aber weil wir diesen schon kennen, die 61 Katastralgemeinden von Zwettl aber nicht, widmen wir uns deren Erkundung. Wohin man schaut, ist Gegend, die nur von kleinen Dörfern unterbrochen wird. Bis es dann doch zum Aha in Zwettl kommt, als wir durch Sprögnitz fahren. Hier, in einem der verstecktesten Winkel Österreichs, hat ein äußerst erfolgreiches Unternehmen seinen Sitz, die Firma Sonnentor. Vor dem Hauptgebäude stehen ein Caddy und davor ein Mann, den man hier gut kennt.

» Das Thema Nachhaltigkeit zieht sich bei uns selbstredend bis zur Mobilität. «

Der Caddy hat einen Erdgasantrieb wie der Golf, der mich hierher brachte, der Herr ist niemand Geringerer als Sonnentor-Chef Johannes Gutmann. „Das Thema Nachhaltigkeit zieht sich bei uns selbstredend bis zur Mobilität“, erklärt Johannes Gutmann, auf den Erdgas Caddy angesprochen. „Wenn, dann muss man Nachhaltigkeit rundherum leben.“ Ganz ohne Mobilität geht es für den Vermarkter von Biokräuter-Produkten der Bauern aus der Umgebung nicht. „Wir müssen weit fortfahren, um daheim bleiben zu können“, sagt Johannes Gutmann, der „1988 mit einem Minus von 15.000 Euro und einer Idee im Hirn“ seine Firma gründete. „Brennnessel verkaufen, haben die Leute gesagt, wenn das ein Geschäft wäre, dann hätte das schon jemand gemacht“, erinnert er sich.

 

Man hatte ihn, den bodenständigen Mann mit der 90 Jahre alten Lederhose, unterschätzt. Das mag er. Auch heute noch. „Das ist wie bei einem Auto“, erklärt er, „du hast keine Ahnung, was wirklich unter der Haube steckt – 50 PS, 500 PS? Du musst schon ins Gas steigen, um das herauszufinden.“

Der Golf TGI in Zahlen

Erhältlich als:
Golf Limousine und Golf Variant
Motorisierung:
1.4 TGI BlueMotion 81 kW (110 PS)

Getriebevarianten:
6-Gang- oder 7-Gang DSG

Antriebskonzept:
Bivalent
Anzahl der Tanks:
2 Stahltanks
Krafstoffvolumen:
Erdgas ca. 15 kg CNG
(compressed natural gas)
Benzin ca. 50 l

Höchstgeschwindigkeit, km/h:

194/195 (bei Golf Variant)
Verbrauch in l bzw. CNG/100 km (kombiniert):
5,2 m3 (3,4 kg) – 5,4 m3 (3,5 kg),
5,1 l – 5,4 l
CO2-Emission in g/km (kombiniert):

92 – 97 (CNG)/119 – 127

Kofferraumvolumen:
291 – 1.181 l/
424 – 1.439 l (bei Golf Variant)
Preis:
Golf ab EUR 23.780,–
Golf Variant ab EUR 27.030,–

 

*Angabe bezieht sich rein auf Kraftstoffkosten bei einem Durchschnittspreis von 1,10 Euro pro kg Erdgas (CNG-H). Stand Juni 2014

Im Café des Sonnentor Genuss-Reichs duftet es nach den Kräutern, die auch direkt vor dem Eingang wachsen.

Neben sieben Erdgas Caddys hat er Diesel- und Elektrofahrzeuge in seinem Fuhrpark. „Ich habe schon immer erklärt“, sagt Johannes Gutmann, „dass ich ganz weg möchte von fossilen Treibstoffen, habe aber verstanden, dass es Brückentechnologien braucht. Und da ist der Erdgasantrieb ein wichtiger Schritt von VW.“ Er selbst ist quasi mit Volkswagen aufgewachsen, spulte seine ersten Kilometer in einem „Kugelporsche“ ab, und meint heute: „Da ist eine Liebe gewachsen.“ Es ist die große Reichweite, die er am Erdgas Caddy schätzt, der umweltfreundliche Antrieb, und er erklärt: „Die Technik von Volkswagen ist super, die Fahrzeuge haben die gleiche Leistung wie ein vergleichbarer Diesel, sie sind leicht zu handhaben, und es gibt ein gutes Treibstoffversorgungsnetz.“ Die Außendienstmitarbeiter stehen voll und ganz hinter der Nachhaltigkeitsvision von Johannes Gutmann, auch was die Mobilität betrifft. „Wir fahren gut mit den Erdgas Caddys, sind sehr zufrieden und können sie nur weiterempfehlen“, sagt der Sonnentor- Chef. Heute hat sein Unternehmen, das Biolaäden schon lange nicht mehr nur in Österreich beliefert, 225 Mitarbeiter und ist wegen des sorgsamen Umgangs mit den Ressourcen CO2-plus – bindet also mehr Kohlendioxid, als es emittiert.

 

Wenige Minuten später nicken im Rückspiegel des Golf TGI BlueMotion wieder die Halme. Im Auto riecht es nach den Kräutern, die da rundherum wachsen und die als Tee und Gewürze auf der Rücksitzbank liegen. So ist das Geld, das man sich an Treibstoffkosten im TGI erspart, auch noch nachhaltig investiert. Zwettl, wir kommen wieder.

Johannes Gutmann

Die alte Lederhose und die rote Brille sind die Markenzeichen des Waldviertlers, der nicht ausziehen wollte, um die Welt zu erobern. Biokräuterprodukte aus Rohstoffen der Bauern aus der Umgebung zu vermarkten war seine Idee, für die er erst belächelt wurde und mit der er heute international gut aufgestellt ist.

» Wir fahren gut mit den Erdgas Caddys, sind sehr zufrieden und können sie nur weiterempfehlen. «

Johannes Gutmann setzt auf Caddys mit Erdgasantrieb. Nachhaltigkeit endet bei Sonnentor nicht vor der Tür, darum setzt Johannes Gutmann auf Caddys mit Erdgasantrieb.

Der Caddy in Zahlen

Erhältlich als:
Caddy und Caddy Maxi
Motorisierung:
2,0 EcoFuel 80 kW (109 PS)
Getriebe:
5- Gang- Schaltgetriebe
Antriebskonzept:
Quasimonovalent
Anzahl der Tanks:
4 Stahltanks bzw. 5 Stahltanks (bei Caddy Maxi)

Krafstoffvolumen:
Erdgas ca. 26 kg CNG (compressed natural gas)
ca. 37 kg CNG (bei Caddy Maxi) Benzin ca. 13 l (Reserve)

Höchstgeschwindigkeit, km/h:

169
Verbrauch in CNG/100 km (kombiniert):
8,7 m3 (5,7 kg) – 8,8 m3 (5,8 kg) CO2-Emission in g/km (kombiniert): 156 – 157
Kofferraumvolumen:
190 – 3.200 l/
530 – 4.130 l (bei Caddy Maxi)

Preis:
Caddy ab EUR 21.954,– Caddy Maxi ab EUR 25.319,–