Volkswagen Magazin

BESSER LEBEN

10 fragen zum e-up!

 Sie wollen es ganz genau wissen? Wir geben die wichtigsten Antworten rund um das erste Serien-Elektroauto von Volkswagen.

1. Wie lange dauert es, den e-up! zu laden?

Das kommt auf die Ladeleistung an. Grundsätzlich unterscheidet man bei Ladegeräten zwischen Gleich- (DC) und Wechselstrom (AC). Die Gleichstromgeräte sind für öffentliches Laden vorgesehen, in der Anschaffung sehr teuer aber dafür stärker (bis zu
40 kW) und schneller. Mit diesen Schnell­ladern ist die Batterie nach einer Kaffeepause wieder fast voll (80 % in 30 min.). Beim Netzladekabel (Haushaltssteckdose) oder einer Wallbox (beide Wechselstrom) dauert es neun bzw. sechs Stunden.

2. Welche Reichweite hat der e-up!?

Bis zu 160 Kilometer. Der Wert vari­iert je nach Wetterlage, Gewicht der Insassen und Ladung, Straßenrelief sowie persönlichem Fahrstil. Je mehr das Auto wiegt, je bergiger die Gegend ist, je kälter die Außentemperatur und je sportlicher der Fahrer aufs Gaspedal tritt, umso weniger Fahrkilometer stehen zur Verfügung. Aber selbst bei ungünstigeren Bedingungen schafft der e-up! ca. 120 Kilometer. Oder anders ausgedrückt: Für Kunden, die den e-up! als Stadtauto nutzen, ist die Reichweitenbegrenzung in aller Regel völlig unproblematisch.

3. Was unterscheidet den e-up! Antrieb von einem Benziner?

Beim Motor des e-up! findet im Gegensatz zu herkömmlichen Fahrantrieben keine Verbrennung von Kraftstoffen statt. Es gibt keine Kolben und keinen Kurbeltrieb, weshalb der Elektromotor kaum hörbar ist. Im Innern dreht der sogenannte Rotor. Durch ein von der Leistungselektronik gesteuertes, rotierendes elektrisches Feld wird der Rotor angetrieben, der wiederum die Vorderräder antreibt. Anders als der Benziner fährt der e-up! weitgehend geräuschfrei. Ab einem gewissen Tempo sind allerdings die Abrollgeräusche der Reifen deutlich hörbar – auch im städtischen Straßenverkehr.

Das CCS-System erlaubt es, den e-up! sowohl an Schnellladestationen (Gleichstrom, im Bild) als auch Steckdosen (Wechselstrom) 

4. Fährt sich der up! dynamischer als ein e-up!?

Im Gegenteil. Fahrdynamisch ist der e-up! der beste up! aller Zeiten. Der E-Motor leis­tet 60 kW und beschleunigt in 4,9 Sekunden auf 60 km/h, in weiteren 7,5 Sekunden auf ein Höchsttempo von 130. Dabei verbraucht der e-up! gerade mal 11,7 kWh (2,30 Euro bei einem Strompreis von 0,20 Euro pro kWh). Damit avanciert er zum effizientesten E-Auto auf dem Markt.

5. Wie funktioniert die Energie­rückgewinnung beim Bremsen?

Der e-up! verfügt über vier Rekuperationsstufen, die sich mittels Handschaltung leicht koordinieren lassen. Die Antriebsenergie wird also nicht über Bremsscheiben in Wärme umgewandelt und so vernichtet, sondern durch Rekuperation zurückgewonnen und in der Batterie gespeichert. Durch Umschaltung des Antriebsmotors auf Generatorbetrieb wird kinetische Energie in elektrische Energie umgewandelt und in der Hochvolt-Batterie gespeichert.

6. Wird der e-up! mit Ökostrom betrieben?

Das hängt vom verwendeten Energiemix an Ihrem Ladegerät ab: Je größer der Anteil von Ökostrom, umso umweltfreundlicher ist man mit dem e-Auto unterwegs. Stammt die Energie komplett aus regenerativen Quellen, fährt es sogar völlig emissionsfrei.

7. Ist der e-up! ein reines „Cityauto“?

Das hängt von der Infrastruktur ab. Sind in Ihrer Region genügend Schnellladestationen vorhanden, ist der e-up! durchaus als Langstreckenauto einsetzbar – ohne Abstriche bei Komfort und Reiseverlauf. Das wird künftig immer einfacher, weil das Ladenetzwerk stetig ausgebaut wird. Man muss dann nur alle 160 Kilometer eine Kaffeepause einlegen, um die Batterie aufzuladen. Die meisten Autofahrer legen eh nicht mehr als 50 Kilometer pro Tag zurück.

Mit D1 bis B lädt der Fahrer seine Batterie:

D1–D3 – zunehmende Verzögerung und Bremsenergierückgewinnung
B – maximale Verzögerung (40 Kilowatt bei 100 Kilometern pro Stunde) und Bremsenergierückgewinnung

8. Lässt sich der e-up! zu Hause an die Steckdose anschließen?

Ja, ganz einfach mit dem serienmäßig mitgelieferten Netzladekabel, das bis zu 2,3 kW schafft. Wer viel zu Hause lädt, sollte sich über den Händler eine Wallbox (3,6 kW) installieren lassen. Sie verkürzt die Ladezeit um bis zu drei Stunden.

9. Braucht man ein besonderes Training, um den e-up! zu fahren?

Im Prinzip: nein. Allerdings bietet der e-up! serienmäßig den „Think Blue. Trainer.“, der Ihr Fahrverhalten auswertet und per Anzeige konkrete Tipps gibt, um energieeffizient zu fahren und die Reichweite zu optimieren.

10. Hält die e-up! Batterie länger als handelsübliche Lithium-Akkus im Handy?

Keine Sorge: Die Batterie des e-up! enthält speziell für den Einsatz im Automobil entwickelte Lithium-Ionen-Zellen. Jede Zelle wird bezüglich Spannung und Temperatur automatisch überwacht.

Ein geringer Kapazitätsverlust ist über die Jahre nicht ganz zu vermeiden, dieser fällt aber deutlich kleiner aus als etwa bei manchen Handy-Akkus. Auch deshalb gibt Volkswagen eine Garantie von 8 Jahren respektive 160.000 km auf Hochvoltbatterien.

Der e-up! in Zahlen.

Maße: 3.540 x 1.645 x 1.477 mm
Leergewicht:
1.139 kg
Türen: 4
Kofferraum: 250 l Ladevolumen
Motor: 60 kW (82 PS) Höchstgeschwindigkeit: 130 km/h
Von 0 auf 100 in: 12,4 Sekunden
Batterie: Lithium-Ionen-Akkumulator mit 18,7 kWh
Ladezeit: ca. 6 Stunden (Wallbox), ca. 30 Minuten (Schnelllader; Ladestand von 80 Prozent)
Reichweite: bis zu 160 Kilometer (Rekuperation nicht eingerechnet)
Stromverbrauch: 11,7 kWh/100 km
Basispreis: 25.350,– Euro* (ohne Förderungen)